Fidschi
8.00 Uhr


Vanua Levu, die weitgrößte der Fidschi-Inseln, empfängt uns im Sonnenaufgang.

10.00 Uhr
Wir werden nach dem Frühstück zum Hafenörtchen Savusavu ausgetendert. Hier wird alles verdoppelt. "Bula" heißt "Hallo", "Bulabula" "Guten Tag". "Kata" heißt "Wasser" und "Katakata" "heißes Wasser". Wir landen also in Savusavu.
Savu hätte gereicht, denn es ist ein ziemlich kleines Hafendörfchen.
Im Vergleich zu den bisher gesehenen Orten, pulsiert allerdings dort das Leben. Es gibt kleine Läden an der Hauptstraße, einen Markt mit Früchten und allerlei anderen Lebensmitteln.

Ich entdecke zwei Typen Mensch. Die einen sind so genannte Melanesier. Im Vergleich zu den Polynesiern, die einen asiatischen Einschlag haben, muten sie mit ihren dichten, krausen Haaren und den breiten wulstigen Lippen eher negroid an.

Der andere Typus ist deutlich indischer Abstammung.
Wir stöbern ein wenig durch die Läden.
11.00 Uhr
Nehmen uns ein Taxi, zum zehn km entfernten Strand Devodara.

Dazu müssen wir über den Bergrücken auf die andere Seite der Insel. Passieren süß gepflegte einheimische Ortschaften. Außerdem haben hier reiche Amerikaner und Europäer Land erworben und Häuser errichtet. Der australische Schauspieler Mel Gibson hat nicht weit entfernt eine ganze Insel gekauft.
Kommen an einem sehr gepflegten, aufwendig gestalteten Resort eines Amerikaners vorbei.
Hier kostet die Nacht 1000 US Dollar. Man erklärt uns, dass alles inklusive sei. Reiten, Wassersport, Essen und Trinken, auch Champagner im Sonnenuntergang so viel man will. Trotzdem ist das eine Größenordnung, die für uns nicht in Frage käme.
Fahren am Flughafen vorbei. Eine schmale etwa 300 m lange Piste. Am Ende ein Wellblechhäuschen, an dem die Wäsche zum trocknen hängt. Der Terminal.
Erreichen den Strand.

Malerische Bucht mit Südseeflair, wie man es von der Postkarte kennt. Lustig sehen die etwas erhöhten kleinen Inselchen in der Lagune, auf denen nur zwei Palmen stehen, aus.

Der sehr zuvorkommende indisch aussehende Fahrer verlangt zehn US Dollar für einen Weg. Ich bitte ihn, uns in einer Stunde wieder abzuholen. Der Strand ist so verlassen, dass wir wohl in arge Bedrängnis gerieten, sollte er unsere Abmachung nicht einhalten. Ich vertraue ihm.
Weit und breit kein Restaurant oder Bar. Wäre hier vielleicht eine Geschäftsidee.
Waten 100 m durch klares knöcheltiefes Lagunenwasser, bis wir zu einer tieferen Stelle kommen, an der man baden kann.
12.00 Uhr
Das Wasser zieht sich gezeitenbedingt aus der Lagune zurück und gibt, ähnlich wie bei uns im Wattenmeer, die Bewohner dieses Biotops frei. Es gibt Krabben und Einsiedlerkrebse in Massen. Außerdem sehen wir Seesterne und kleine bunte Fische in allen Schattierungen.
Ich gehe ein wenig am Strand spazieren und sehe ein Haus, aus dem mir gleich fröhlich zugewunken wird. Eine Frau mit ihren fünf Kindern kommt mir strahlend entgegen und begrüßt mich mit einem freundlichen "Bulabula".

Es sind die Besitzer dieses kleinen Paradieses.
Sie entschuldigt sich bei mir, dass Kokosnüsse und Palmwedel herumliegen. Die Unordnung stamme von der Flut und vom starken Regen der letzten Woche. Ich bemerke nichts davon.
Die Frage nach giftigen Fischen in der Bucht wird vehement verneint.
13.00 Uhr
Treffe beim Zurückgehen ein mitreisendes Ehepaar. Die Frau macht sich Sorgen, denn sie ist beim Schwimmen von etwas gestriffen worden, das eine Hautrötung und -reizung ausgelöst hat. Ich trumpfe mit meinem neuen Wissen auf und erkläre ihr, in dieser Bucht schwimme nichts Giftiges. Das beruhigt sie etwas.
14.00 Uhr
Der Taxifahrer wartet schon und fährt uns zurück über die Insel.
Zwischenstopp an heißen Quellen. Es sprudelt kochendes Wasser (Katakata) aus Termalquellen.

Jede dieser Inseln ist vulkanischen Ursprungs. Wegen der Wartezeit und des Abstechers zu den Quellen verdoppelt sich der Preis für die Rückfahrt.
15.00 Uhr
Eine einheimische Kapelle spielt zum Abschied am Anleger. Tanzen noch ein wenig zu der fröhlichen, aber einfach strukturierten Volksmusik.
16.00 Uhr
Faulenzen noch bis zum Sonnenuntergang an Deck.

19.30 Uhr
Abendessen. Der Kapitän verkündet einen nicht geplanten Zwischenstopp am nächsten Tag. Wir steuern ein noch nicht besiedeltes zu den Fidschi-Inseln gehöriges Atoll (Fulaga, gesprochen: Fulanga) an.
21.30 Uhr
Konzert in der Europa Lounge. Großer Erfolg!
