Rarotonga, die Blumeninsel
10.00 Uhr
Wetter die ganze Zeit herrlich.

Rarotonga, die Hauptinsel der Cook Islands. Das Archipel umfasst 15 Inseln, davon 13 bewohnt. Ehemalige britische Kolonie. Man spricht also wieder englisch und bezahlt mit Neuseeländischen Dollars. Etwa so viel wert wie damals die DM. Also Euro durch zwei. Wegen der Sonntagsgottesdienste ist die ohnehin schon spärlich besiedelte Insel (es wohnen etwa 7.500 Menschen auf Rarotonga) völlig ausgestorben.
Der Lektor des Schiffs, Dr. Wolfgang Lossacker, der übrigens im selben Ortsteil von Hamburg (Hochkamp) wie ich aufgewachsen ist, aber schon seit 30 Jahren auf den Cook Islands heimisch ist, empfiehlt uns, ein Auto zu mieten. Er sei auf der Insel bekannt wie ein bunter Hund und wir würden bei Nennung seines Namens einen günstigeren Miet-Preis erzielen. Wir wenden uns also an die einzige wegen der Touristen geöffnete Autovermietung. Den Namen Lossacker hat dort aber noch nie jemand gehört.
Wir fahren die Uferstraße entlang. Geschäfte sind geschlossen. Alle 500 m stehen Kirchen verschiedenster Religionen. Sogar eine der Zeugen Jehovas.

Aus der katholischen St.Josephs-Kirche dringt Gesang nach außen. Mitreisende, die einen der Gottesdienste besucht haben, berichteten, dass von 60 Minuten 50 mit kollektivem, fröhlichen Gesang bestritten wird.
12.00 Uhr
Wir machen halt am Sails, einem kleinen Restaurant in einer malerischen Bucht mit drei vorgelagerten Inselchen. Man kann diese im hüfthohen Wasser zu Fuß erreichen. Das etwas brackig, trübe Wasser in Ufernähe hat über 40° C. Entschieden zu warm, als dass es eine Erfrischung böte. Etwa 20 m weiter draußen aber das gewohnt herrlich klare, türkise Lagunenwasser.

Wir erreichen schwimmend eine der Inseln, die von einem schneeweißen, fein gemahlenen Muschelsandstrand gesäumt ist. Wir erfahren später, dass eine Mitreisende, die den gleichen Weg genommen hat, von etwas gebissen wurde. In absoluter Panik, es könne etwas Hochgiftiges sein, ist sie zurück ins Restaurant gestürmt. Die ortsansässigen Kellner beruhigten die Frau. Um diese Jahreszeit seien die Drückerfische (Triggerfish) während der Aufzucht ihres Nachwuchses etwas angriffslustig. Ich erinnere mich, dass meinem Tauchlehrer in Malaysia auch ein Stück seiner Flosse wegen eines wild gewordenen Drückerfisches fehlte.

Die Sonne brennt unerbittlich. Sind auch in der strengsten Mittagssonne unterwegs. Wir haben uns aber gut mit Sonnencreme eingeschmiert.
13.00 Uhr
Bestellen im Sails auf geheiß der "Natives" Fish & Chips. Das gleiche Gericht heißt auf der Kinderkarte "Shish & Fips". Was für ein Wortspiel.
Treffen einige Mitreisende. Alkohol wird aber Sonntags dort nicht ausgeschenkt. Sehr löblich!
Musik war groovy, warten aber überdurchschnittlich lang auf unser Essen. Wir sind halt in der Südsee. Hier scheint es so etwas wie Termindruck nicht zu geben. Aber Hunger gibt es trotzdem. Essen ist etwas fettig.
Fahren gemütlich zurück. Inselumfang 32 km. Ist also in einer Stunde zu schaffen.
Überall günstig Bungalows zu mieten. Es gibt aber auch drei, vier teure Resorts.

Es wachsen überall wilde Bananen.
